Danielle | Deutschland
Wenn Gottes Schutz stärker ist als der Tod.
An diesem Tag hätten wir sterben müssen.
Und doch…
Gott war schon da, noch bevor es zum ersten Aufprall kam.
Die Geschichte liegt heute etwa zwanzig Jahre zurück.
Damals studierte ich Medizin in Madagaskar.
In dieser Zeit lernte ich eine junge Frau kennen,
die in einer christlichen Gemeinschaft in der Stadt Antsirabe lebte.
Eines Tages lud sie mich ein,
einige Tage bei ihrer Gemeinschaft zu verbringen.
Nach unserem Aufenthalt wollten wir
gemeinsam zurück nach Antananarivo fahren,
wo ich damals wohnte.
Sie musste dort einige Mitschwestern vom Flughafen abholen.
Wir machten uns also mit einem Minibus auf den Weg.
Ein Fahrer der Gemeinschaft saß am Steuer.
Meine Freundin und ich saßen hinten
und unterhielten uns ruhig.
Es war ein regnerischer Tag.
Der Himmel war grau,
die Straße nass und rutschig.
Doch plötzlich durchfuhr mich ein seltsames Gefühl.
Wie ein seltsames Déjà-vu.
Wie eine Warnung.
Für einen Moment hatte ich das Gefühl,
dass ich bereits wusste,
was gleich geschehen würde.
Alles in mir wurde unruhig.
Dann sagte ich plötzlich zu meiner Freundin:
„Pass auf…
wir werden einen Unfall haben.“
Im selben Moment zog ich sie instinktiv
nach unten, zwischen die Sitze.
Nur Sekunden später geschah es.
Der Fahrer verlor die Kontrolle.
Der Minibus begann zu schleudern,
überschlug sich mehrmals
und stürzte schließlich einen Abhang neben der Straße hinunter.
Alles geschah so schnell.
Lärm.
Chaos.
Glassplitter.
Schreie.
Dann wurde es still.
Benommen versuchten wir zu begreifen,
was gerade passiert war.
Menschen kamen herbei und halfen uns aus dem Fahrzeug.
Wir standen unter Schock.
Jeder versuchte nachzusehen,
ob jemand schwer verletzt war.
Doch zu unserem völligen Erstaunen hatten wir kaum Verletzungen.
Ein paar Kratzer.
Hier und da ein schmerzender Arm.
Ich selbst hatte mir leicht den Kopf gestoßen.
Mehr nicht.
Als wir später das Auto sahen,
waren wir sprachlos.
Der Wagen war völlig zerstört.
Zusammengedrückt.
Verformt.
Kaum wiederzuerkennen.
Wir sahen uns gegenseitig an
und konnten nicht begreifen,
wie irgendjemand diesen Unfall überhaupt überleben konnte.
Und noch weniger,
wie wir fast unverletzt daraus hervorgegangen waren.
Tief in meinem Herzen wusste ich:
Das war nicht einfach Zufall.
Nachdem alles aufgenommen worden war,
setzten wir unsere Reise mit einem öffentlichen Bus fort.
Meine Freundin wollte unbedingt,
dass ich meinen Kopf untersuchen lasse.
Doch ich beruhigte sie und sagte,
dass ich zuhause Mitbewohnerinnen hatte,
die Ärzte waren,
und sie sich meinen Kopf später ansehen könnten.
Erst als ich wieder allein in meinem Zimmer war,
spürte ich die ganze Wucht dieses Erlebnisses.
Ich sank auf den Boden.
Zusammengerollt in einer Ecke meines Zimmers
begann ich zu zittern und zu weinen.
Nicht aus Angst.
Sondern weil mir plötzlich bewusst wurde,
was gerade geschehen war.
Gott hatte uns bewahrt.
Mitten in diesem Chaos.
Mitten im Tod.
Mitten im Unfall.
Seine Hand war über uns gewesen.
Niemand hätte aus diesem völlig zerstörten Fahrzeug
unverletzt herauskommen dürfen.
Und doch lebten wir noch —
allein durch Gottes Gnade.
In diesem Moment konnte ich nichts anderes tun,
als Gott von Herzen zu danken.
Denn ich wusste:
Gott war unsere Zuflucht und unsere Festung.
„Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“
— Psalm 91,11 (LUT)
Danielle | Deutschland
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