Schwester Mauricette | Spanien
Wenn Gott eine Tür schließt, um einen größeren Segen zu öffnen.
Ich glaubte, alles würde von unseren eigenen
Anstrengungen abhängen.
Doch Gott wollte mir zeigen, dass Er es war,
der von Anfang an für uns sorgte.
Als ich nach Toledo in Spanien kam,
trug ich einen großen Wunsch in meinem Herzen:
Die Erde zu bearbeiten.
Bio-Gemüse anzubauen,
um meine Gemeinschaft zu versorgen.
Kurz darauf erlaubte Gott,
dass uns jemand ein Stück Land zur Verfügung stellte.
Ich war voller Freude.
Mit Begeisterung
säten, pflanzten und bewässerten wir
Tag für Tag diesen Garten.
Und nach und nach
begann Leben zu wachsen.
Tomaten.
Salate.
Zucchini.
Die Ernten wurden reichlich.
Ich betrachtete diesen Garten mit Stolz.
Tief in meinem Herzen
dachte ich,
dass all dies vor allem
aus unseren eigenen Anstrengungen entstand.
Aus unserer Arbeit.
Aus dem, was wir aufgebaut hatten.
Doch eines Tages,
völlig unerwartet,
nahm der Besitzer das Land zurück.
Plötzlich war alles vorbei.
Mein Herz zerbrach.
Ich verstand nicht.
Warum hatte Gott uns erlaubt,
eine solche Freude zu erleben,
nur um sie uns wieder zu nehmen?
Lange Zeit
blieb mein Herz gefangen
in Traurigkeit,
in Unverständnis,
und in Klage.
Doch ohne dass ich es bemerkte,
handelte Gott bereits.
Jedes Wochenende
schenkte uns ein Gemüsehändler
großzügig seine frischen, unverkauften Waren.
Und jedes Mal erhielten wir genau das,
was wir brauchten.
Manchmal sogar noch mehr.
Doch ich selbst
blickte immer noch zurück
auf den verlorenen Garten.
Ich sah noch nicht,
dass Gott auf eine viel größere Weise
für uns sorgte,
als wir es jemals aus eigener Kraft
hätten tun können.
Dann, eines Tages,
mitten in einem Gespräch
kam das Wort Gottes
und berührte mein Herz tief:
„Seht die Vögel des Himmels an:
Sie säen nicht und ernten nicht…
und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“
— Matthäus 6,26
In diesem Moment
öffnete sich etwas in mir.
Ich verstand plötzlich,
dass Gott selbst
von Anfang an
für unsere Bedürfnisse gesorgt hatte.
Nicht wegen unserer Leistungen.
Nicht wegen unserer Anstrengungen.
Sondern einzig
durch Seine Gnade
und Seine Treue.
Diese Erkenntnis erschütterte mein Herz.
Ich begann zu weinen.
Tränen der Dankbarkeit.
Tränen der Freude.
Dort, wo ich einen Verlust sah,
bereitete Gott bereits
einen größeren Segen vor.
Dort, wo ich glaubte, verlassen worden zu sein,
umsorgte Er uns bereits
mit Liebe.
Und der Herr blieb nicht dabei stehen.
Einige Zeit später
schenkte uns ein anderer Besitzer
einen neuen Garten.
Einen noch besseren Garten.
Die Erde war bereits vorbereitet.
Die Furchen schon gezogen.
Und sogar jemand kümmerte sich darum,
den Garten zu bewässern
und die Pflanzen zu pflegen.
Wenn ich heute auf diesen Weg zurückblicke,
kann ich eines bezeugen:
Gott ist treu.
Er weiß genau,
was wir brauchen,
noch bevor wir Ihn darum bitten.
Manchmal
schließt Er eine Tür,
um uns zu einem noch größeren Segen zu führen.
Heute danke ich dem Herrn von Herzen,
denn Er hört niemals auf,
für uns zu sorgen —
weit über das hinaus,
was wir hoffen
oder uns vorstellen können.
„Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht,
sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen;
und euer himmlischer Vater nährt sie doch.
Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“
— Matthäus 6,26 (LUT)
Schwester Mauricette | Spanien
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