Brenda | Deutschland
Als um mich herum alles zusammenzubrechen schien,
trocknete der Herr sanft meine Tränen.
Im Jahr 2022 erlitt meine Mutter —
Gott habe sie selig —
einen ischämischen Schlaganfall.
Fast einen Monat lang
lebten wir zwischen Krankenhausfluren,
medizinischen Untersuchungen
und Rechnungen, die kein Ende zu nehmen schienen.
Tag für Tag
waren meine Kräfte erschöpft.
Körperlich.
Emotional.
Finanziell.
Jeden Abend vor dem Einschlafen
wiederholte ich immer wieder die Worte aus Psalm 27,14:
„Harre des HERRN!
Sei getrost und unverzagt
und harre des HERRN!“
— Psalm 27,14 (LUT)
Dieses Gebet wurde mein Zufluchtsort.
Denn tief in meinem Inneren
spürte ich, wie meine Kraft langsam schwand.
Dann kam der Tag,
an dem wir dachten,
der Zustand meiner Mutter würde sich endlich bessern.
Doch voller Angst bemerkte ich,
dass ihre Beine angeschwollen waren
und sich bläulich verfärbten.
Nach der Untersuchung
vermutete der Arzt eine Thrombose.
Es musste dringend
eine Doppler-Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden,
um die Diagnose zu bestätigen.
Doch als ich an der Kasse ankam
und man mir den Preis der Untersuchung nannte,
brach etwas in mir zusammen.
Ich hatte kaum noch Geld.
Ich stand dort
vor der Kassiererin
und konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Ich weinte unaufhörlich.
Ich fühlte mich mit allem überfordert.
Von dem Schmerz.
Von der Angst.
Von dieser Last,
die für meine jungen Schultern zu schwer geworden war.
In diesem Moment der Verzweiflung
sprach ich zum Herrn.
Ich sagte:
„Herr…
siehst Du nicht,
dass ich noch zu jung bin,
um eine solche Last zu tragen?“
Dann bat ich Ihn einfach,
mein Herz zu beruhigen
und mir die Kraft zu geben weiterzugehen.
Und genau in diesem Moment griff Gott ein.
Die Kassiererin —
eine Frau um die fünfzig —
rief mich sanft zu sich und sagte:
„Meine Tochter,
ich kenne die Prüfungen nicht, durch die du gehst…
aber dich weinen zu sehen,
hat das Herz der Mutter in mir berührt.
Meine Schwester ist Chefärztin der Radiologie.
Ich werde sie für dich anrufen.“
Wenige Augenblicke später
konnten wir dank dieser Frau,
die Gott auf unseren Weg gestellt hatte,
die Untersuchung fast kostenlos durchführen lassen.
An jenem Tag,
mitten in meiner Schwäche,
erinnerte mich der Herr an eine Wahrheit:
Gott verlässt Seine Kinder niemals.
In meiner Not
hatte ich meine Augen zum Herrn erhoben
und Er sandte mir Hilfe.
Wie im Psalm 121 geschrieben steht:
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde gemacht hat.“
— Psalm 121,1–2 (LUT)
Einige Monate später
verlor ich meine Mutter.
Der Schmerz über diesen Verlust
ist bis heute in meinem Herzen geblieben.
Doch trotz dieser Prüfung
werde ich diesen Moment niemals vergessen.
Diesen Moment,
in dem Gott sich erneut
als treu erwiesen hat.
Diesen Moment,
in dem Er durch die Liebe
und das Mitgefühl einer fremden Frau für mich sorgte —
einer Frau, die ich bis heute als einen Engel betrachte.
Noch heute kann ich eines bezeugen:
Der Herr verlässt Seine Kinder niemals
„Harre des HERRN!
Sei getrost und unverzagt
und harre des HERRN!“
— Psalm 27,14 (LUT)
Brenda| Deutschland
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